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Artikel aus dem HK vom 07.01.

Fussball-Bezirksliga: Halbzeitbilanz von Herbstmeister Spvg. Steinhagen rundum positiv.

Steinhagen. Ehre, wem Ehre gebührt: Mit der aktuellen Nummer eins im heimischen Fußball startet das Haller Kreisblatt heute in seine Reihe »Altkreis-Clubs in der Winterpause «. Die Halbzeitbilanz der Spvg. Steinhagen fällt nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft rundum positiv aus – ebenso wie die Aussichten für den zweiten Saisonabschnitt.

Anspruch & Wirklichkeit
Nach Platz elf in der Vorsaison peilte die Spvg. im Sommer einenRang unter den ersten fünf an. „Damit wären wir sehr einverstanden gewesen“, erinnert sich Obmann Michael Johanning. Dass die Erwartungen der Verantwortlichen mit der Herbstmeisterschaft „deutlich übertroffen“ wurden, liegt nach Meinung des Obmanns nicht zuletzt in der erfolgreichen Einkaufspolitik. „Dass Mesut Sahin, Dominic Höfel und Tim Vogt so gut einschlagen, damit haben wir nicht gerechnet“, gibt Johanning zu.
Höhen & Tiefen
Nach dem Holperstart mit Niederlagen gegen Aramäer Gütersloh (3:6) und in Wiedenbrück (1:2) machte sich im Umfeld bereits Unruhe breit. „Die Mannschaft hatte sich noch nicht gefunden“, blickt Michael Johanning zurück. Bruder und Trainer Carsten Johanning reagierte und beorderte die Routiniers Maik Götting und Steffen Buch in die Viererkette. Prompt wirkte das Spvg.-Gebilde stabiler, ließ mit 3:2-Siegen gegen die Aufstiegskandidaten Clarholz und Rheda die Kritiker verstummen und ist seitdem ungeschlagen. „Da haben die Jungs gesehen, dass sie mit den Topteams mithalten können. Das war der Knackpunkt“, stellt Johanning fest. „Hätten wir diese beiden Spiele verloren, könnten wir heute auch Zehnter sein.“
Entdeckung & Enttäuschung
Nachdem die Spvg. von Versmolds Christian Boltz einen Korb kassiert hatte und der vom B-Ligisten TuS Langenheide gekommene Colin Payne keinen Anschluss fand, schien die Suche nach dem „klassischen Mittelstürmer“ gescheitert. In die Bresche sprang ein Youngster: Dominic Höfel beeindruckt trotz seiner 17 Jahre bereits mit körperlicher Präsenz und ausgeprägtem Torriecher. „Eins der größten Steinhagener Talente der vergangenen Jahre“, sieht Michael Johanning in dem neunfachen Torschützen, „der auch in der Rückserie ein wichtiger Spieler für uns sein wird.“ Auch darüber hinaus plant die Spvg. mit ihrem Shooting-Star: Höfels Vertrag für die kommende Serie wurde bereits verlängert. Entdeckung Nummer zwei ist Tim Vogt: Als Verteidiger vom A-Ligisten SC Halle verpflichtet, fand der Schlaks dank seiner Ballsicherheit und Übersicht eine neue Paradeposition hinter den Spitzen und ist nach nur einem halben Jahr kaum noch aus der ersten Elf wegzudenken. Und Mesut Sahin? „Der ist wie eine Maschine, nicht aufzuhalten. Ein absoluter Glücksgriff für uns“, schwärmt Johanning über den Ex-Gütersloher mit Westfalenligaerfahrung.
Stärken & Schwächen
Wann immer es bei der Spvg. nicht so gut lief – einer traf (fast) immer: Toptorjäger Sebastian Herrmann sicherte der Cronsbach-Elf mit seinen 23 Treffern im Alleingang viele wichtige Punkte: „Einen Spieler mit seinen Abschlussqualitäten habe ich in der Liga noch nie gesehen“, sagt Michael Johanning. Weiteres Plus des Tabellenführers: „Die Mannschaft ist immer hochkonzentriert und bewusst, dass Leistung von ihr erwartet wird. Das hat sie auch bei den jüngsten Hallenturnieren bewiesen“, lobt Johanning. Für die Rückserie wünscht sich der Obmann, „dass wir mehr spielerische Dominanz ausüben und dem Gegner nach einer Führung durch einen hohen Anteil an Ballbesitz zeigen, dass das Spiel für ihn verloren ist“. Vorbild ist Verfolger Clarholz, „der uns in dieser Hinsicht noch einen Schritt voraus ist“.
Kommen & Gehen
In Pierre Fritz vom Westfalenligisten VfB Fichte (das HK berichtete)stößt ein potenzieller Hochkaräter zum Team. Falls weitere Neuzugänge folgen sollten, „dann nur solche, die uns wirklich verstärken“, kündigt Johanning an. Die Abmeldungen von Colin Payne (Solbad), Alex Grot (Senne) und Hicham Fathi (Halle) kann der Club verschmerzen – sie alle zählten nicht zum Stammpersonal der »Ersten«. Ridvan Cinar hat sich indes entschieden, in der Rückserie noch einmal anzugreifen. Gesucht wird noch ein Kotrainer, nachdem sich Thomas Kiso aus beruflichen Gründen Richtung Hamburg verabschiedet hat.
Ziele & Chancen
Wer zur Halbzeit vorne steht, der möchte auch als Sieger vom Platz gehen, sprich, Meister werden. Bleibt Torjäger Herrmann gesund, wird die derzeit rund um den Cronsbach herrschende Euphorie den Herbstmeister auch in der Endabrechnung ganz nach vorne tragen.

Cronsbachzauber

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